Nachfolgend finden sie die Beschreibung der dreijährigen Weiterbildung, die im Mai 2006, Juni 2007 und November 2011 in unseren Räumen begonnen hat. Im Sommer/Herbst 2014 beginnt eine neue dreijährige Weiterbildungsgruppe. Die Veranstaltungen finden an unserem Standort in Kloster Lehnin statt.

 

Weiterbildung/ Berufsbegleitender Studiengang:

Sozialtherapie - Schwerpunkt Sucht im Verfahren „Integrative Therapie nach VDR-Richtlinien“

 

Die Weiterbildung hat zum Ziel, Angehörige psychosozialer Berufe für die Tätigkeit als Fachkraft in der Suchtkrankenhilfe zu qualifizieren. Durch die Förderung der personalen, sozialen und professionellen Kompetenz sollen die TeilnehmerInnen befähigt werden, in der Beratung, Therapie und Betreuung von Suchtkranken und Suchtgefährdeten verantwortungsvoll und eigenständig zu arbeiten. Durch die Verbindung von Theorie, Methodik und Selbsterfahrung erwerben die Teilnehmerlnnen das Rüstzeug für helfende Arbeit mit Einzelnen und Gruppen, speziell Suchtkranken und Suchtgefährdeten sowie deren Angehörigen. Die Weiterbildung ist berufsbegleitend und kann nur erfolgreich abgeschlossen werden, wenn sie mit einer beruflichen Tätigkeit (mind. Halbtagsbeschäftigung) im Suchtbereich einhergeht. Bestandteile der Weiterbildung sind: Selbsterfahrungs- und Weiterbildungsgruppe, Fachseminare, lehrtherapeutische Einzelsitzungen, Supervision, Theoriegruppe, Selbststudium und Abschlussprüfung. Insgesamt umfasst die Weiterbildung (ohne Selbststudium und Prüfung) 750 Stunden. Dabei sind die Vermittlung theoretischer Kenntnisse, der Erwerb methodisch-praktischer Kompetenz und die Selbsterfahrung in ausgewogenem Verhältnis integriert.

 

Zulassungsvoraussetzungen:

Studienabschluss (Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Psychologie, Medizin); Erfahrungen in der Arbeit mit Suchtkranken bzw. Suchtgefährdeten; Mindestalter 24 Jahre; ein Aufnahmeinterview. Wird eine spätere Graduierung als Soziotherapeutln (DGIK) angestrebt, so kann diese Weiterbildung als Grund- und Mittelstufe angerechnet werden.

 

Der VDR (Verband Deutscher Rentenversicherungsträger) hat die Curricula als geeignete suchttherapeutische Zusatzausbildung am 27.04.1994 bzw. 16.05.2000 (Ergänzungscurriculum) anerkannt.

 

Näheres zur Weiterbildung siehe Petzold/Sieper Integration und Kreation (1996) 619-632

 

Abschluss: 

Die Weiterbildung stellt eine Grundvoraussetzung für die qualifizierte Tätigkeit als Sozialtherapeut mit Abhängigkeitskranken dar. Sie hat neben den Selbsterfahrungs- und Methodikanteilen und der Supervision eine starke klinische, theoretische und Forschungsorientierung, denn nur so kann im Gesamtfeld der Suchttherapie (Drogen, Alkohol, Medikamente) und in der Integrativen Therapie mit Abhängigkeitskranken im Besonderen, ein guter Qualitätsstandard gewährleistet, erhalten und entwickelt werden.